Category: Nachtisch und Süßigkeiten


…wird auch dich noch überzeugen!

Klebreis (ob normal oder in der süßen Variante) ist mit Abstand der beste Reis der Welt. Ganz Thailand (und inzwischen auch meine Mutter) sind bereits meiner Meinung. Warum? Probiert’s aus und ihr werdet schon sehen. ;)

Die Zubereitung benötigt etwas Vorarbeit, hat jedoch einen ungemein großen Vorteil: Sie ist idiotensicher! Der Reis kann nämlich unmöglich verkochen! :)

Stellt gleich etwas mehr Reis her, als ihr denkt, dass ihr braucht. Die Reste lassen sich nämlich zu einem köstlichen Dessert verarbeiten!

„(Süßer) Klebreis“ / „(Sweet) Sticky Rice“

Der Klebreis (Menge praktisch egal) wird zunächst für 5-6 Stunden (oder über Nacht) in Wasser eingeweicht und dann etwas abgewaschen. Dann wird er in einen Dämpfeinsatz verfrachtet und für 25 Minuten über kochendes Wasser gehängt und gut zugedeckt. Dämpfeinsätze gibt es in allen Größen und Formen und Materialien. Welchen ihr benutzt ist relativ egal, solange Löcher vorhanden sind, diese aber klein genug sind, dass der Reis nicht durchfällt und ein Deckel vorhanden ist, der möglichst luftdicht abschliesst.

Die Thailänder nehmen hierfür üblicherweise Dämpfkörbe (siehe Foto), hierzulande gibt es (für die Deutschen Hygienefreaks) aber auch welche aus Metall.

Während den ersten 25 Minuten zwischenzeitlich 2-3 Mal umrühren. Die Dämpfzeit könnt ihr nach oben praktisch beliebig verlängern. Wenn der Reis gar ist, wird kein weiteres Wasser mehr aufgenommen: er bleibt lediglich warm!

Der Reis hat dann eine wunderbare Konzistenz: Er klebt zusammen, ist aber in keinster Weise schleimig, sondern fast schon etwas trocken und angenehm bissig. Vergleichbar mit al dente – Nudeln. Das macht ihn zur perfekten Beilage zu Currys (z.B. Hühnchencurry, grünem Gemüsecurry, Curry-Kokos-Suppe) aber auch zu jeglichem anderen asiatischen Essen, falls einem der 0815-Reis zu langweilig ist. Der Reis wird traditionell mit den Fingern gegessen. Man reisst kleine Stückchen ab, formt Bällchen daraus und dippt diese in die (im asiatischen Essen meist reichlich vorhandene) Sauce.

Wer den Reis als Süßspeise genießen möchte, kann daraus sowas wie die Thailändische Variante von Milchreis herstellen. Ihr mischt etwa 200 ml Kokosmilch mit 75 g Palm- oder Kokoszucker (die Mengen gelten pro 500 g Klebreis (Trockengewicht)). Sollte sich der Zucker nicht ganz lösen, erwärmt die Mischung auf dem Herd, oder kocht sie kurz auf (das verstärkt das Karamellaroma). Nun über den im Idealfall noch warmen Reis gießen und ordentlich durchrühren. Gegebenenfalls (wenn es nicht cremig genug schmeckt) noch etwas Kokosmilch dazugeben.

Nun anrichten mit frischen Obst (in Thailand gibt es dazu meist Mango) und etwas Kokosnuss…

Klebreis lässt sich ausserdem bestens in größeren Mengen für Buffets und Partys herstellen, als erfrischende Abwechslung zum obligatorischen Kuchen, Tiramisu oder (Wackel)-Pudding…

Viel Spass beim Ausprobieren und eine wunderschöne Woche!

Alles Liebe,

Clara

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Ob ihr nun etwas für Schleckermäulchen sucht oder einfach eine Kleinigkeit verschenken wollt, ohne Tonnen an Plätzchenteig zu kneten: In jedem Fall ist eine Tafel selbstgegossene Schokolade schnell gemacht und für jeden Geschmack anpassbar. Ausserdem ist sie wesentlich günstiger als die dekadente „Bruchschokolade“, die man zur Zeit in fast jeder Pralinentheke findet…

„Schokoladentafeln“

Alles was ihr benötigt ist (natürlich) Schokolade, je nach Wunsch Weisse, Vollmilch oder Zartbitter und dazu jegliche erdenklichen Verfeinerungen.

Die Schokolade hackt ihr grob und schüttet sie in eine Metallschüssel, die Metallschüssel stellt ihr auf einen zu etwa 1/3 mit Wasser gefüllten Topf bei leichter Hitze auf den Herd (Die Schüssel sollte die Wasseroberfläche nicht berühren) und wartet bis die Schokolade geschmolzen ist. Ab und an Umrühren (oder probieren ;) ) schadet nicht. Während die Schokolade schmilzt, könnt ihr die „Verfeinerungen“ vorbereiten. Ihr hackt Pistazien, zerbröselt Spekulatius, hackt ein paar Trockenfrüchte, mischt etwas Zimtzucker, etc… Ausserdem solltet ihr noch ein kleines Tablett mit Alufolie ausschlagen. Es ist ratsam ein Tablett zu nehmen, das in euer Eisfach oder euren Kühlschrank passt und einen Rand hat, der höher ist, als die Schokoladentafel werden soll. Gut, sagen wir nicht ratsam, sagen wir unbedingt notwendig, sonst läuft der ganze Mist auf den Küchenboden. :D

Wenn die Schokolade fertig geschmolzen ist, gießt ihr sie auf die Alufolie und streut die vorbereiteten Verzierungen ein. Ihr könnt auch zwei Sorten Schokolade nebeneinandergießen und marmorieren, oder eine Sorte mit einer anderen besprenkeln. Hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ganz weihnachtlich könnt ihr auch kleine Zuckersterne oder Gold- und Silberkügelchen aufstreuen.

Wollt ihr den Geschmack der Schokolade selbst variieren, könnt ihr auch direkt etwas Zimtzucker, ein paar Tropfen Pfefferminzöl oder ganz fein gemörserten Instant-Kaffee in die Schokolade einrühren.

Fertig verziert, kommt sie für einige Stunden in Kühl- oder Eisschrank, bis sie richtig durchgehärtet ist. Nun wieder rausnehmen und mit einem heißen Messer in die gewünschte Tafelgröße schneiden oder einfach in grobe Stücke brechen und verpacken. Wie aus dem Supermarkt gewohnt zunächst in etwas Alufolie und dann in eine Verpackung eurer Wahl, oder (wenn die Schokolade besonders hübsch geworden ist) ihr packt sie einfach in groben Stücken in eine Cellophantüte.

Viel Spass beim Ausprobieren, Naschen und Verschenken und eine angenehme Weihnachtszeit!

Alles Liebe,

Clara

…kann ja jeder! Aber warum eigentlich teure fertig-Mischungen mit unnötigen Aromen und Farbstoffen kaufen, wenn es so einfach ist, welchen selber zu mischen? Das Tollste daran: man kann den Schokogehalt selber bestimmen! ;)

Für 500 ml Milch benötigt ihr etwa 40 Gramm ganz normale Maisstärke, die ihr mit (je nach Schokoladenbedürfnis) 1-2 gehäuften Teelöffeln oder bis zu einem gehäuften Esslöffel (für die Bitterschokoladenfans da draussen ;) ) Bitterkakaopulver und 3 Esslöffeln Zucker (wer welchen da hat, kann einen Teil durch Vanillezucker ersetzen) vermengt.

Zubereitet wird der Pudding wie ihr es „von der Packung“ gewöhnt seid. Das Puddingpulver mit etwa 100 ml Milch verrühren, die restliche Milch aufkochen, dann die Puddingpulver-Milch-Mischung einrühren und unter Rühren weiterkochen, bis es eingedickt ist. Je nach Vorliebe entweder heiss genießen oder abkühlen lassen.

Wusstet ihr eigentlich, dass Marshmallows wunderbar cremig werden und anschmelzen, wenn man sie auf heissen Pudding wirft? *sabbert*

Viel Spass beim Ausprobieren und einen guten Start in die neue Woche!

Alles Liebe,

Clara

Der Sommer kommt! Die Zeit der fettigen, schokoladigen Weihnachtsplätzchen ist vorbei und die letzten Reste sollten spätestens jetzt gegessen sein oder dringend entsorgt werden!

Schade eigentlich. Bedeutet aber auch, dass wieder Platz in der Keksdose ist! Yay! :D

Letztes Jahr habe ich euch ja schon eine Sorte „Sommerkekse“ vorgestellt. Die köstlichen Espresso-Stipper: Cantuccini

Für Leute die keine Mandeln mögen oder vertragen, gibt’s heute das vielfach getestete Rezept für meine Löffelbiskuits:

Pro Portion (reicht in etwa für ein großes Tiramisu) benötigt ihr:

65 g Mehl, gesiebt

3 Eier, getrennt

1 TL Vanillezucker

½ TL Backpulver

60 g Zucker

Die 3 Eigelb mit 25 g Zucker schaumig schlagen. Das dauert in etwa 4-5 Minuten. Den Vanillezucker unterschlagen. Das Ganze sieht dann in etwa so aus:

In einer zweiten Schüssel jetzt die 3 Eiweiß steif schlagen. Dann das Backpulver und die restlichen 35 g Zucker so lange unterschlagen, bis das Eiweiß glänzt und sich der Zucker gelöst hat.

Nun wird das Mehl über das Eigelb gesiebt und zusammen mit der Hälfte des Eiweiß vorsichtig untergehoben.

Dann den Rest des Eiweiß dazugeben und unterheben, so dass es gerade so vermengt ist. Das sollte so aussehen:

Nun die Masse in eine Spritztüte füllen. Wer keine Spritztüte hat, kann einfach einen Gefrierbeutel nehmen, bei dem eine kleine Ecke abgeschnitten wurde.

Nun auf ein Blech mit Backpapier löffelbiskuitgroße Streifen spritzen und etwas Puderzucker darüber sieben. Ab damit in den Ofen bei 175°C (vorgeheizt) für 8-10 Minuten. Schnell aus dem Ofen holen, die Löffelbiskuits sind jetzt nur ganz leicht golden, das muss so sein! Einige Minuten, aber nicht vollständig, auf dem Blech abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Backpapier abziehen und auf ein Abkühlgitter legen. Wenn sie vollständig ausgekühlt sind, luftdicht verpacken und möglichst schnell essen oder noch besser: Zu Tiramisu verarbeiten!

Das Rezept dafür folgt irgendwann noch. ;)

Viel Spass beim Nachbacken und ein wunderschönes, baldiges Wochenende!

 

Alles Liebe,

Clara

>Mal wieder eine Verwendungsmöglichkeit für überreife Bananen und ein sehr leckerer Nachtisch!

Das Einzige was ihr benötigt, ist (pro Person) eine reife Banane, 1 Teelöffel Zimtzucker und 2 Filoteig-Blätter. Die Banane in Stückchen schneiden und mit dem Zimtzucker vermengen und die Teigfladen übereinander auf die Arbeitsfläche legen.

Wie das Zeug jetzt eingerollt wird, ist doof zu erklären, also mal ich’s einfach mal auf!

Jetzt (natürlich auf Backpapier) bei 160°C Umluft in den Ofen packen. Filoteig ist leider recht empfindlich, gerade wenn man nur so wenige Blätter übereinanderlegt. Bei mir braucht die Rolle im Ofen immer etwa 8-10 Minuten, aber ihr solltet nach 5 Minuten ein Auge darauf haben und sie rausholen, bevor sie zu dunkel wird.

Nach dem Rausholen mit ein paar Mandelblättern und noch mehr Zimtzucker bestreuen und dann warm servieren!

Bei Bedarf, aufgrund erhöhter Zungenverbrennungstendenzen, noch etwas Joghurt dazu servieren. ;)

Viel Spass beim Ausprobieren und einen wunderschönen, baldigen Start ins Wochenende!

Alles Liebe,
Clara

>Wie man Pralinenformen mit Schokolade ausschlägt, hab ich euch ja schon erklärt. Nun geht es, wie versprochen, an ein paar mehr von den Füllungen. Die letzte der Füllungen ist eigentlich einfach ein Rezept für Erdnussbutter, demnach auch gerne in größeren Mengen für’s Frühstück produzierbar. ;)

Miss Maple

50 g Butter mit
3 EL Puderzucker schaumig schlagen und
2 EL Ahornsirup unterschlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Claire Rose

50 g Butter mit
3 EL Puderzucker schaumig schlagen und
1 EL Rosensirup langsam einfliessen lassen und verquirlen.

Joe Black’s Favourites

100 g Erdnüsse (ungesalzen) zusammen mit
2 TL Butteröl  und
2 TL Zucker und
1 Prise Salz in den Mixer schmeissen und zu Mus verarbeiten.

Dies kann eine Weile dauern. Zu Beginn sind die Nüsse meist noch recht krümelig und ihr müsst möglicherweise immer wieder die Brösel vom Rand runterschieben, damit die Mixerklingen sie wieder erwischen. Nach 2-3 Minuten jedoch beginnt die Masse cremig zu werden und nach spätestens 5 Minuten habt ihr wunderbar schmelzige Erdnussbutter ganz ohne billiges Palmfett oder irgendwelche Zusätze.

Meine Erdnuss- und Pralinenvorräte sind inzwischen leider alle aufgegessen oder verschenkt, die restlichen Rezepte liefer ich natürlich trotzdem noch nach.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Alles Liebe,
Clara

>…wollte ich ja immer schonmal selber machen. Aber wenn man dafür ausschließlich normalen Zucker verwendet, werden die Riegel meistens einfach nur knochenhart.

Jetzt stellt euch mal meine Freude vor, als ich heute im Asia-Laden meines Vertrauens folgendes Schmuckstück in der hintersten Ecke entdeckte…

Ich gebe zu, diese kleine Plastikdose sieht weder sonderlich spektakulär, noch farblich ansprechend aus. Aber es zählen ja, wie allgemein bekannt, vor Allem die inneren Werte. Und die sind bei diesem unscheinbaren Döschen für mich Gold wert.

Maltose wird nämlich vorwiegend in der Süßigkeitenproduktion verwendet und ist überdies völlig fruktosefrei, da es aus zwei Glukose-Molekülen besteht.

Was hat die Clara also am gleichen Abend noch damit gemacht?
Richtig! Süßigkeiten produziert.

Wunderbar mürbe, karamellige, nicht-zähe, knusprige, nussige kleine Sesam-Krokant-Riegel.

Und es hat nichtmal 15 Minuten gedauert, vom ersten Handgriff zum Kochtopf bis zum ersten Riegel auf meiner Zunge. Mjam!

Und wenn das Ganze so wunderbar schnell geht, ist es natürlich auch nicht kompliziert.

Wir bereiten genau drei Dinge vor:

Einen Kochtopf mit 50 Gramm Maltose und 50 Gramm normalem Haushaltszucker. Eine Schüssel mit 120 Gramm Sesam und 30 Gramm kleingehackten Nüssen. (Bei mir waren das Mandeln und Erdnüsse.) und ein großes Küchenbrett (tut euch bitte einen Gefallen und nehmt kein Plastikbrett dafür), welches ihr mit Alufolie überzogen habt. Neben das Küchenbrett legt ihr am Besten gleich noch ein Nudelholz, Teigwalze, wie auch immer ihr es nennen mögt, bereit. (Bitte auch aus Holz)

Der Topf mit dem Zucker wandert auf den Herd, auf mittlerer Hitze, wo er verbleibt, bis der Inhalt völlig geschmolzen ist. Gelegentlich Umrühren schadet nicht. (Hier bitte keinen Holzlöffel. Am Besten irgendwas aus Metall.) Ist dies geschehen, kippt ihr in einem Schwung die ganze Sesam-Nuss-Mischung dazu. Kräftig weiterrühren, bis sich Alles zu einer einheitlichen, knatschigen Masse vermischt hat.

Nicht erschrecken, falls es leise knallt und ein paar Körnchen hüpfen. In dem Fall habt Ihr wahrscheinlich, wie ich, ungeschälten Sesam erwischt. Ganz Schreckhaften rate ich zu einer Schutzbrille, damit das Ganze nicht noch ins Auge geht. ;)

Rührt nicht allzu lange in der Mischung herum, nehmt sie auf jeden Fall vom Herd, bevor der Sesam anbrennt. Das geht manchmal schneller als man denkt.

Nun wird die Nuss-Knatsche auf das Brett mit Alufolie gelöffelt und zügig mit einem Esslöffel verteilt, nach einigen Sekunden sollte sie bereits weit genug abgekühlt sein, dass ihr sie nun mit dem Nudelholz flach ausrollen könnt. Je länger ihr für diesen Prozess benötigt, umso fester müsst ihr das Nudelholz aufdrücken. Hier sind Muckis gefragt… ;)

Meine Sesamriegel haben eine ungefähre Dicke von einem halben Zentimeter. Das beisst sich gut durch, aber ist noch dick genug, dass es nicht in den Fingern zerbröselt.

Zuletzt die Krokantplatte, während sie noch einigermaßen weich ist, in kleine, mundgerechte Rechtecke schneiden.

Dieses kleine aber feine Rezept hat definitiv einen Platz in meinem Standardsortiment verdient. Mal sehen, vielleicht wandern im nächsten Durchgang ja ein paar Pistazien oder Sonnenblumenkerne hinein. Vorher muss allerdings erstmal die heutige Ladung leer werden.

Das könnte etwas dauern…

…naja oder auch nicht.

*schleicht sich in die Küche und holt Riegel Nummer sechs*

Ich wünsche wie immer viel Spass beim Nachmachen und eine vergnügliche Rest-Woche!

Alles Liebe,
Clara

>Nachdem ich mich letzte Woche kopfüber in die Küche gestürzt habe, um die ganzen Köstlichkeiten für Nikolaus rechtzeitig fertig zu bekommen und alle möglichen Dinge hin und her probiert und getestet habe, habe ich eine Endauswahl getroffen.

Dies sind die Pralinensorten, die alle sorgfältig von mir getestet, verfeinert und in mehr oder weniger großen Mengen hergestellt wurden:

Die Rezepte für diese Sorten, werde ich euch in den nächsten Wochen alle vorstellen. Das Rezept zu „Mister Maroni“ gabs ja letzte Woche schon.

Heute folgt:

„Violets in her Heart“

Für diese Art Pralinen (gefüllte) benötigen wir zunächst eine Pralinenform.

 Wie ihr schon seht, muss diese Form direkt aus dem Eisfach kommen, damit das Ganze auch gut klappt. Zunächst schmelzen wir etwa 150 Gramm weisse Kuvertüre, indem wir diese kleinhacken, in eine Metallschüssel geben und diese Metallschüsse in heisses (nicht kochendes!) Wasser stellen.

Ist die Kuvertüre fertig geschmolzen, nehmen wir sie aus dem Wasserbad und lassen sie unter Rühren ein wenig abkühlen. Nun füllen wir die Vertiefungen der Pralinenform (je eine Reihe pro Durchgang) zur Hälfte mit Schokolade und schwenken die Form dann vorsichtig, so dass die Schokolade bis an den oberen Rand gelangt. Wenn eure Form kalt genug ist, wird sie dort gleich fest, ansonsten müsst ihr einfach etwas länger schwenken. Zur Not gebt ihr die Form zwischendrin immer mal wieder ins Eisfach. Etwas zeitaufwändig, aber das Ergebnis am Ende lohnt sich!

Sind nun alle Vertiefungen der Form mit Schokolade ausgeschlagen, wandert die Form ins Eisfach und die restliche Schokolade zurück ins Wasserbad.

Nun schnappt ihr euch euren Küchenmixer. In einer kleinen Schüssel werden 50 Gramm Butter mit 100 Gramm Puderzucker cremig geschlagen. Nun gebt ihr noch einen Esslöffel Veilchensirup hinzu und schlagt weiter, bis ihr eine homogene Masse habt. Diese Masse füllt ihr in einen Gefrierbeutel, von dem ihr eine kleine Ecke abschneidet.

Die Pralinenform kommt nun wieder aus dem Eisfach und die Vertiefungen werden bis etwa 2 Millimeter unter’m Rand mit der Veilchencreme gefüllt. Sind alle Vertiefungen gefüllt, rüttelt ihr ein wenig an der Form, um eventuelle Luftblasen aus der Masse zu entfernen.

Nun nehmt ihr die verbliebene Schokolade aus dem Wasserbad und füllt die Förmchen bis zum Rand auf. Erneut rütteln, bis alles schön glatt ist an der Oberfläche und dann nochmal ab ins Eisfach für mindestens 15 Minuten, bevor ihr die fertigen Pralinen vorsichtig aus der Form drückt.

Um die Pralinen später besser auseinanderhalten zu können, habe ich meine weisse Schokolade beim Schmelzen mit ein paar Tröpfchen Speisefarbe versetzt. Wer das nicht möchte, kann die Pralinen auch mit kandierten Veilchen oder farbigem Zucker markieren. Die Farbe der Füllung ist allein durch den Veilchensirup schon lila genug. ;)

Ihr müsst die etwas eintönigen Fotos verzeihen, Pralinen sind verdammt schwer zu fotografieren, wenn man nicht gerade den perfekten Super-Zoom an der Kamera hat. ;)

Auf jeden Fall viel Spass beim Ausprobieren und einen schönen (verspäteten) Nikolaus!

Alles Liebe,
Clara

>…kann man im fertigen Zustand sogar einfrieren!

So kann man das ganze Jahr über den leckeren Maronengeschmack genießen und hat auch immer ein kleines Mitbringsel parat! :)
 
Maronentrüffel

Für 25-30 Stück benötigen wir:

130 g geröstete, geschälte Maronen
130 g Zucker
35 g Butter
15 ml Rum
60 g gemahlene Mandeln

Die Maronen werden im Mixer zu Mus verkleinert und dann mit dem Rest der Zutaten ordentlich verknetet. Nun kommt ein leicht kniffliger Teil. Die Pralinenmasse wird nun in einem Topf erhitzt und unter ständigem Rühren etwa 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze gerührt, damit der Zucker etwas karamellisiert und sich die Zutaten ordentlich miteinander verbinden. Es kann passieren, dass sich eine leicht weisse, mehlige Schicht auf dem Topfboden absetzt. Diese immer wieder abkratzen (macht die Aktion besser nicht in einem beschichteten Topf ;)) und wieder mit unterrühren. Hierdurch entstehen später kleine Krokant-Stückchen in den Pralinen.

Danach den Topf vom Herd nehmen, die Masse in eine Schüssel füllen, etwas weiterrühren, damit sie runterkühlt und dann für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Nun die Masse in kleine Kügelchen formen, Größe je nach Wunsch. Für Fans von etwas knackigeren Pralinen kann man in die Mitte der Masse auch eine Haselnuss, Mandel oder eine kleine Ecke Schokolade einrollen (einfach ein Schokoladenstück vierteln). Als Letztes werden die Kügelchen in Puderzucker gerollt und nach Wunsch noch dekoriert. Hierfür eignen sich Streudeko, Mandelblättchen oder beispielsweise ein Tröpfchen Schokolade.

Die Pralinen schmecken hervorragend zu einer heissen Schokolade oder zu einer ordentlichen Tasse heissem Grog.

Viel Spass beim Ausprobieren und eine wunderschöne Restwoche!

Alles Liebe,
Clara

>…aber ich hätte kein Problem damit, einfach das komplette Glas so leer zu löffeln!

Lemon Curd

Gleichzeitig der süßeste und der sauerste Brotaufstrich, den ich bisher kosten durfte. ;)

Mal wieder in jeglicher Größenordnung produzierbar!
Aber Vorsicht: Da Ei enthalten ist (zwar durchgegart, aber trotzdem!) würde ich nur so viel produzieren, dass es in etwa 2 Wochen verputzt werden kann. :)

Eine gute Menge für eine Person ist da:

100 ml Zitronensaft zusammen mit
80 g Zucker,
1 EL Vanillezucker (Echten bitte, nicht diesen Vanillin-Mist) und
1 EL Butter (AUCH Echte und nicht dieses Halbfett-Zeug) und
(falls ihr Biozitronen da habt) etwas Zitronenschalenabrieb
aufkochen und dann vom Herd nehmen.

Nun 2 Eier verquirlen und, ganz wichtig, durchsieben! Wozu? Damit ihr nachher keine hässlichen weissen Flöckchen im Lemon Curd habt. Die verquirlten, gesiebten Eier gießt ihr jetzt unter ständigem Rühren langsam in die Mischung. Danach kommt der Topf zurück auf die noch warme Herdplatte (wenn ihr Gas habt, einfach auf kleinster Flamme) und bleibt da noch etwa 5 Minuten stehen, bis das Ei vollständig durchgestockt ist. Ab und an umrühren ist natürlich nicht verkehrt. Ganz wichtig noch: Ihr solltet Eier der Größe L nehmen, sonst wird das Ergebnis zu flüssig. Andernfalls einfach die Zitronensaftmenge etwas reduzieren.

Ab damit in Gläschen und in den Kühlschrank. Topf auslecken nicht vergessen! ;)

Schmeckt hervorragend auf einer einfachen Scheibe Toast, ganz klassisch auf Scones oder auch anstatt einer Marmeladenschicht im Biskuit-Kuchen.

Viel Spass beim Nachkochen und natürlich Happy Halloween!

Alles Liebe,
Clara

PS: Vergesst nicht die Uhren zurückzustellen, sonst seid ihr morgen zu früh in der Uni, auf der Arbeit oder Sonstwo! ;)