Category: Suppe


…so ein Curry! Und gelegentlich auch ziemlich grün! ;)

Die ersten 10 Tage in Thailand habe ich mich ausschliesslich auf der essenden Seite betätigt. Das war auch gut und lecker, aber irgendwann dachte ich mir, es wird mal Zeit auch zu lernen, wie man die ganzen tollen Sachen selbst zubereitet!

Der Kochkurs in der „Blue Lagoon Cooking School“ auf Ko Chang hat mir riesigen Spass bereitet. Mindestens genauso viel Spass macht es mir aber natürlich, euch die leckeren Rezepte jetzt weitergeben zu können! :)

„Grünes Hühnchencurry“

Für etwa 3-4 Portionen benötigt ihr:

400 Gramm Hühnchenfleisch (in Streifen geschnitten)

Gemüse bis zum Abwinken. Hierfür empfehlen sich Auberginen (auf dem Bild oben seht ihr eine Auswahl davon, wieviele Sorten Auberginen es eigentlich gibt, neben den langweiligen lilanen, die bei uns immer im Supermarkt liegen…), Kürbis, Bambussprossen, Broccoli, Blumenkohl… alles in Bissgröße gewürfelt!

2-3 Dosen Kokosmilch (je nachdem ob ihr das Curry eher suppenmäßig löffeln wollt, oder in einer Schale mit Reis servieren)

Und zuletzt noch eine ganze Menge Gewürze…

je nach Schärfetoleranz eurer Zunge 1-3 Esslöffel grüne Currypaste (irgendwann erklär ich auch nochmal wie man das grüne Gold selbst zubereiten kann)

2 Kaffirlimettenblätter

eine Hand voll gehackten Basilikum

2-3 Chillis (in Streifen geschnitten)

2 Teelöffel Kokos- oder Palmzucker (zur Not auch normaler)

2-3 Teelöffel Fischsauce

Die Kokosmilch wird zunächst bei mittlerer Hitze zum Kochen gebracht. Dann wird die Currypaste hinzugefügt und so lange verrührt, bis sich alles vermengt hat und keine Stückchen mehr zu sehen sind. Nun werden die grob zerrupften Kaffirlimettenblätter hinzugefügt und das Hühnchenfleisch.

Etwa ein Minütchen köcheln lassen und dann das ganze Gemüse (auch die Chillies) hinzufügen und auf kleiner Flamme köcheln lassen bis das Fleisch durch und zart ist. Je nach Größe der Streifen dauert das etwa 6-8 Minuten. Das Gemüse darf ruhig noch ein wenig bissig sein. Nun werden zuletzt noch Fischsauce und Zucker hinzugefügt. Alles nochmal aufkochen und dann vor dem Servieren die Kaffirlimettenblätter und die Chillies rausfischen.

Dazu serviert wird gedämpfter Jasminreis oder Klebreis. Wie man Klebreis richtig zubereitet erkläre ich euch auch ein anderes Mal! ;)

Viel Spass beim Ausprobieren und ein wunderschönes Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

…ist wunderbar zum Knochen aufwärmen, wenn man vom nass-kalten Wetter (das die nächsten Tage ja leider kommen soll) nach Hause kommt.

Und fix gemacht ist sie auch noch!

Ihr gebt ganz einfach

– eine Dose Kokosmilch in einen Topf und füllt dann mit der

– selben Menge Gemüsebrühe auf. Gewürzt wird diese Mischung nun mit

– einem Teelöffel roter Currypaste (bei schärfe-resistenten Geschmacksknospen auch gerne mehr),

– einem halben Teelöffel Tamarindenpaste (wer die nicht hat, nimmt etwas mehr Limettensaft),

– einem Spritzer Limettensaft,

– einer Prise Zucker und etwas

– Salz und Pfeffer.

Kurz abschmecken und dann ist die Basis auch schon fertig.

An Gemüse fügt ihr nun

– eine Hand voll Bohnen, geputzt und etwas kleingeschnitten,

– ein paar Karotten, geschält und in Scheibchen geschnitten und

– eine Paprika, geputzt und in Streifen geschnitten, hinzu. Pilz-Fans können auch noch

– ein paar geviertelte Champignons mit hinein geben!

Nun das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen und fertig.

Wer möchte, kann die Suppe natürlich noch mit einem kleingewürfelten Fischfilet oder ein paar Hähnchenstreifen verfeinern (die Kochzeit dann natürlich entsprechend verlängern). Sie schmeckt aber auch in der vegetarischen Variante hervorragend!

Viel Spass beim Ausprobieren und eine angenehme Rest-Woche!

Alles Liebe,

Clara

…sind eine meiner liebsten Suppeneinlagen! Sie passen zu den verschiedensten Suppen, können in süß oder salzig hergestellt werden und gehen vor allem wunderbar schnell und einfach.

Die Variante, die ich heute hergestellt habe, war salzig und diente der Einlage in einem leckeren Frühlingssüppchen.

Das Rezept lässt sich problemlos vervielfachen. Die folgenden Angaben sind der Einfachheit halber sowohl auf ein Ei, als auch auf eine Person runtergerechnet.

Grießklößchen

In einem kleinen Topf werden 30 g Hartweizengrieß mit 125 ml Milch unter kräftigem Rühren aufgekocht. Sobald der Grieß sämtliche Flüssigkeit aufgenommen hat und eine eher zähe Masse entstanden ist, nehmt ihr den Topf vom Herd. Nun muss die Masse etwas abkühlen, und zwar so weit, dass das Ei nicht stockt, wenn ihr es gleich einrührt. Zusätzlich zu dem Ei rührt ihr noch einen weiteren Teelöffel Grieß ein, um das Ganze etwas bissiger zu machen.

Als Nächstes schnappt ihr euch zwei Teelöffel. Etwas Grießklößchenmasse mit einem auf dem anderen Löffel abstreifen…

…und dann wieder abheben…

…und in die sprudelnd kochende Suppe schmeissen. Darin 2 bis 3 Minütchen köcheln lassen und fertig! :)

Yummy! :)

Viel Spass beim Ausprobieren und ein wundervolles Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

>Jetzt wo es draussen warm genug ist zum Lüften, hab ich mir gedacht, ich kann mal wieder was kochen, was auch Lüftung benötigt. ;)

Zwiebelsuppe

Pro Person benötigt ihr drei große Zwiebeln. Halbieren und dann in Streifchen schneiden. Die Zwiebeln schwitzt ihr in ein wenig Öl an. Kräftig rühren, bis die Zwiebeln anfangen goldbraun zu werden und dann mit ein wenig Gemüsebrühe aufgiessen und 1-2 Esslöffel Weisswein, so dass die Zwiebeln im Topf gerade so bedeckt sind. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, Deckel drauf und dann 20-25 Minütchen schmoren lassen. Nun nur noch in ofenfeste Suppentassen umfüllen und entweder direkt mit geriebenem Käse überbacken oder, wie bei der original französischen Zwiebelsuppe, eine Scheibe Toast auf die Suppe legen und die dann mit Käse bestreuen und überbacken. Benötigt etwa 10 Minuten bei 220°C. Fertig!

Viel Spass beim Ausprobieren und einen wunderschönen Start in die Woche!

Alles Liebe,
Clara

>…habt ihr mit ziemlicher Sicherheit schonmal gegessen.
Sie ist auf fast jedem Buffet in Asia-Restaurants zu finden und besser bekannt unter der Bezeichnung „Schleimsuppe“. Das mag jetzt etwas abschreckend klingen, aber keine Sorge: Ich hab die Schleim-Komponente in meinem Rezept weggelassen und die Suppe schmeckt sehr sehr lecker. ;)

Sauer-Scharfe-Suppe

Die Mengenangaben genügen für 2 große Portionen oder 3-4 Vorspeisen.

Für den Grundstock mischt ihr zunächst in einem großen Topf folgende Zutaten:

1 Liter Wasser
1 Tl Miso-Suppe
je 1 Messerspitze gemahlenen Ingwer und Zitronengras
1/2 – 1 Tl Chiliflocken oder -pulver
2 Tl Salz
2 Tl Sojasauce
2 Tl Reisessig

Den Topf stellt ihr bei mittlerer Hitze auf den Herd.

Als Nächstes wird das Gemüse vorbereitet.

2 volle Hände Sojasprossen (etwa 200 Gramm)
1 kleine Spitzpaprika
2 mittelgroße Möhren
1/2 Kopf Blumenkohl (etwa 200 Gramm)

Blumenkohl, Paprika und Sojasprossen werden gewaschen. Die Sojasprossen legt ihr in einem extra Topf zur Seite. Die Paprika wird geputzt und in schmale Streifen geschnitten. Die Karotten werden geschält und mit einem meiner Lieblingsküchengeräte (Julienneschneider) zerlegt. Vom Blumenkohl schneidet ihr möglichst kleine Röschen ab, der Stiel wird ausnahmsweise mal nicht verwendet. Ihr könnt ihn einfach in grobe Stücke zerhackt einfrieren und beim nächsten Gemüsebrühekochen verwenden.

Nun wandern Karotten, Paprika und Blumenkohl in die mittlerweile hoffentlich kochende Brühe.

Das Gemüse lasst ihr nun etwa 10 Minuten leicht köcheln, bevor ihr sowohl die Sojasprossen, als auch eine Hand voll Glasnudeln (etwa 50 Gramm) hinzufügt.

Während die Suppe auf kleiner Hitze weiterköchelt, schlagt ihr ein Ei in einer kleinen Schüssel auf und verkleppert es mit einem Teelöffel voll Sojasauce.

Nun schiebt ihr den Suppeninhalt im Topf ein wenig bei Seite und gießt, unter stetigem Rühren, am Besten mit einer Gabel, die Ei-Sojasaucen-Mischung langsam hinein. Dabei bilden sich kleine Eierflöckchen. Das kleine weisse Futzelzeugs was da so am Rand rumschwimmt… :D

Im Original würde man nun noch einen gestrichenen Esslöffel Stärke in etwas Wasser auflösen und dann unter die Suppe rühren und das Ganze aufkochen. Das gibt ein sehr schleimiges Endergebnis und ist nicht jedermanns Sache. Ich vermute ja, das wird in den Restaurants nur gemacht, damit die Leute schon von der Suppe satt sind und nicht so viel vom Buffet essen. ;) Ich empfehle auf jeden Fall den Schleim wegzulassen…

Nun noch eine Minute köcheln lassen, damit das Ei sicher durchstockt, auf Teller geben, bei Bedarf verzieren und dann verputzen. :)

Viel Spass beim Nachkochen und ein angenehmes (baldiges) Wochenende!

Alles Liebe,
Clara

>…reicht für 2 Tage, macht pappsatt und ist ganz schnell gemacht!

Gemüse-Hack-Eintopf

Einfach einen großen Topf Wasser aufsetzen, einen Esslöffel Gemüsebrühe und etwas Salz zugeben und dann die Schubladen nach einem sehr sehr großen Messer absuchen.

Nun schnappt ihr euch ein großes Brett und schält und verhackstückelt schön grob folgende Zutaten:

2-3 große Kartoffeln, 5-6 Karotten, 1/2 Kopf Wirsing, 1/2 Sellerieknolle, 1 Stange Lauch

Sollte euer Gemüsefach zufällig noch mehr hergeben, was vielleicht weg muss, immer rein damit. Lecker schmecken zum Beispiel noch: Rosenkohl, Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl, etc. Die Stücke von der Größe her etwa so, dass sie euch gerade so nicht mehr vom Esslöffel fallen. Wenn mehr als zwei Brocken auf einen Esslöffel passen, sind die Stücke aber definitiv zu klein! ;) Das ganze Gemüse verschwindet jetzt im Topf.

Nun kommt, was natürlich bei keinem Männereintopf fehlen darf: Fleisch.
Ein Pfund Hackfleisch (Man(n) verzeihe mir, dass ich auf Veggie-Hack zurückgegriffen habe. ;)) mit Salz und ordentlich Pfeffer verkneten, mit 2 Teelöffeln etwa Walnussgroße Bällchen abstechen und mit in den köchelnden Eintopf schmeissen. Den Topf lasst ihr bei mittlerer Hitze etwa 20-30 Minuten auf dem Herd. Je nach Stückchengröße. Das Gemüse ist bis dahin sicher durch, um die Fleischbällchen zu testen, schneidet ihr am Besten einfach eins durch und schaut ob es gar ist.

Schmeckt am Besten in Verbindung mit einem ordentlich gebutterten Bauernbrot und hilft hervorragend, wenn man von draussen aus der Kälte kommt. Ist auch mal wieder eins der Rezepte, die man schnell zusammenschmeissen kann und dann in Ruhe duschen, während das Ganze auf dem Herd köchelt.

Viel Spass beim Nachkochen und einen guten Start ins baldige Wochenende!

Alles Liebe,
Clara

>

…schmeckt allerdings nur selbstgemacht wirklich lecker.
Man nehme:
Tomaten. Viele viele Tomaten. Die Menge ist fast egal, da man das Zeug literweise zu sich nehmen kann und die Suppe sich ansonsten auch hervorragend einfrieren lässt.
Zu den Tomaten nehmen wir noch eine kleine Zucchini, ein bis zwei Karotten, eine Knoblauchzehe, eine Stange Sellerie, eine kleine Ecke Sellerieknolle, eine Hand voll Petersilie und etwas Lauch.
Der ganze Gemüsewust wird kleingeschnitten (die Tomaten allerhöchstens geviertelt) und verschwindet im Kochtopf, dessen Boden in etwa 4 cm tief mit Wasser gefüllt ist.
Das Ganze sieht dann in etwa so aus:
Deckel drauf, halbe Hitze, 15-20 Minütchen köcheln lassen, je nach Größe der restlichen Gemüsestückchen.
Jetzt legt ihr einfach ein Sieb in einen anderen Topf und kippt den ganzen Inhalt (nicht zu viel Schwung, denkt an die armen Wände!) in das Sieb. Die Karotten und Zucchini pickt ihr raus und verfrachtet sie in den Topf darunter, den Rest passiert ihr sorgfältig durch das Sieb.
Der Topfinhalt wird dann nochmal kurz mit dem Mixer bearbeitet und danach gut gewürzt. Dafür braucht ihr etwas Zitronensaft (Vorsicht mit der Menge, ein Teelöffel sollte genügen), einen Teelöffel Zucker, etwas Salz und Pfeffer.
Sollte euch die Tomatensuppe etwas zu flüssig erscheinen, kocht ihr sie einfach noch ein wenig ein. Das solltet ihr allerdings unbedingt vor dem Würzen erledigen, sonst habt ihr nachher eine total versalzene Suppe.
Und das war’s dann auch schon. Keine ekligen Konservierungsmittel drin, keine Geschmacksverstärker, keine chemischen Konstrukte um Tomatenstückchen zu imitieren. Ihr braucht nichteinmal Gemüsebrühe oder Tomatenmark!
Es sieht natürlich nicht sonderlich spektakulär aus, aber das liesse sich mit einem kleinen Klecks Sahne und etwas Paprikapulver und ein paar gerösteten Mandelblättchen natürlich ändern.
Ich wünsche viel Spass beim Ausprobieren und eine angenehme Woche!
Alles Liebe,
Clara

>

Und deshalb wird er jetzt auch zu Suppe verarbeitet.

Im Grunde funktioniert das Rezept mit jeder Sorte Kürbis. Ich mag allerdings Butternut am liebsten. Nicht nur, weil er am besten schmeckt und eine wunderbar cremige Konzistenz hat, sondern auch weil er am ergiebigsten ist.

Er hat nämlich nur einen winzigen Anteil Kerne und sehr viel Fruchtfleisch. Heisst das in dem Fall eigentlich auch Fruchtfleisch? Egal… es ist auf jeden Fall sehr viel davon da! :D

Wir brauchen pro Person:

1 kleinen Butternut-Kürbis
1/2 TL Salz
eine Prise Zimt
eine Prise Ingwer
etwas Muskatnuss
etwas Pfeffer

Der Butternut wird einfach in kleine Würfel geschnitten und mit etwas Wasser und dem Salz auf den Herd verfrachtet. Das Wasser muss den Kürbis garnicht ganz bedecken, sonst wird die Suppe nachher viel zu flüssig. Halbe Höhe reicht vollkommen.

Jetzt die Würfelchen, je nach Größe, etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Dann nur einmal kurz mit dem Pürierstab bearbeiten und würzen. So viel Würze braucht der Kürbis nicht, da er von sich aus schon sehr aromatisch ist.

Nun nur noch schön anrichten, nach Bedarf noch einen kleinen Klecks Sahne darauf oder einfach etwas Paprikapulver für’s Auge.

Fertig!

Und jetzt schmecken lassen, während sie noch schön heiss ist.
Am Besten mit einer Scheibe (selbstverständlich selbstgebackenem) Weissbrot.

Viel Spass beim Nachkochen und Guten Appetit!

Alles Liebe,
Clara

>

Die Zucchinizeit hat mal wieder angefangen. Demnach gibt es bei mir nun wohl in etwa jeden zweiten Tag irgendwas mit Zucchinis. Ein paar leckere Rezepte will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten. Los geht’s auch gleich mit dem Ersten!
Zucchini-Kokos-Suppe
Zutaten:
(pro Person)
1 Zucchini (etwa 400g)
150 ml Kokosmilch
50 ml Gemüsebrühe
1 Msp Ingwer
Knoblauch, Pfeffer, Salz, Piment (Nelkenpfeffer)
1 Spritzer Zitronensaft
Die Zucchini zunächst abwaschen (nicht schälen) und grob raspeln.
Dann in etwa 10 Minuten in der Kokosmilch-Gemüsebrühe-Gewürz-Mischung köcheln lassen. Je nach Gusto bei Mundgefühl, kann man die Suppe jetzt kurz mit dem Pürierstab bearbeiten. Ich persönlich hab es jedoch lieber, wenn noch ein wenig Struktur drin ist. Jetzt nur noch mit einem Klecks Joghurt garnieren und schon sind wir fertig!
Alles in Allem ein total schnelles und auch leckeres Rezept.
Viel Spass beim Nachkochen und Guten Appetit!
Alles Liebe,
Clara

>

Clara’s „Gute-Laune-Suppe“

Zutaten:
1 kleine Fenchelknolle

1 kleine Zucchini
1 große Möhre
1 EL Sojasauce
1 TL Gemüsebrühe
1 (Soja)Würstchen
Kartoffelkloßteig
Hand voll Nudeln
Chilipulver

Als Erstes wird ein Liter Wasser aufgesetzt, zusammen mit der Sojasauce, der Gemüsebrühe und je nach Gusto etwas Salz und Pfeffer.
Jetzt wird die Fenchelknolle in ganz feine Scheibchen geschnitten und zur Seite gelegt. Die Zucchini und die Möhre werden geschält und in Längsscheiben geschnitten, die Zucchini in etwas dickere, die Möhre in etwas dünnere.

Als Nächstes schnappt ihr euch die kleinsten, knuffigsten Plätzchenformen, die ihr auftreiben könnt und stanzt damit möglichst effizient die Zucchini- und Möhrenscheiben aus. Das Ausgestanzte schmeisst ihr auf die Seite zum Fenchel (das kommt dann alles erst viel später in die Suppe) und die traurigen Überreste der Scheiben verarbeitet ihr zu möglichst kleinen Stückchen weiter. Welche Form diese haben ist ziemlich egal, da sie ohnehin, nachdem sie nun die nächsten 5 Minuten im kochenden Wasser gelitten haben, einen fürchterlich grausamen Mixertod erleiden werden.
Um die Schreie der Gemüsestückchen aus dem Topf zu übertönen, macht ihr euch am Besten etwas Musik an und wendet euch dann dem Kloßteig zu. Ob ihr den Teig selbstgemacht habt oder fertigen nehmt, ist ziemlich egal. Ich war diesmal zu faul und hab deshalb dem Kühlregal von Rewe einen Besuch abgestattet.
Da mir der pure Kloßteig dann doch zu bieder war, dachte ich mir, ich mach ihn mal ein wenig scharf! Da er auf die Reizwäsche aber leider auch nach ausgiebigem Posieren partout nicht anspringen wollte, hab ich mich dann doch wieder für das Paprikapulver entschieden. Das in dem unscheinbaren roten Döschen, mit den drei kleinen unschuldigen Chilischoten und dem harmlosen Wörtchen „picante“ darauf. Normales Chilipulver tut’s natürlich auch, aber ich persönlich finde dieses (höllisch scharfe) Paprikapulver einfach viel aromatischer. Also den Teig mit dem Pulver verkneten und zu möglichst kleinen Klößchen formen.
Das Klößchenformen nimmt meistens ein paar Minuten mehr in Anspruch, also dürfte inzwischen auch die Suppe „passierbar“ sein. Also kurz vom Herd nehmen, sich dabei nicht (wie ich) die Flossen verbrennen und den Mixer auf einen kurzen mörderischen Schwimmausflug durch den Suppentopf schicken. Wenn die Schreie der Gemüsestückchen dann verstummt sind, darf der Topf zurück auf den Herd.

Als Letztes schneiden wir jetzt noch unser (Soja)Würstchen in kleine Scheiben und bearbeiten diese auch noch mit einem Ausstecher.

Die allerletzte Wahl, die jetzt noch zu treffen ist, ist die der Nudeln. Die Nudeln sollten nicht allzu groß sein, damit sie nicht vom Suppenlöffel rutschen. Und da ich die Suppe „Gute Laune Suppe“ getauft habe, werde ich auch hier nicht davon Abstand nehmen, dass der größte Teil des Suppeninhalts irgendwelche lustigen Formen hat. Im Falle der Nudeln hab ich mich also heute mal für Spongebob entschieden!
Das Wasser sollte inzwischen sprudelnd kochen und der nun folgende Ablauf richtet sich ganz nach der Garzeit der Nudeln, die ihr ausgewählt habt. Die Kartoffelklöße brauchen bei dem Durchmesser, den ich ihnen verpasst habe (ca 2 cm) ungefähr 8 Minuten. Meine Nudeln hatten glücklicherweise die selbe Garzeit. Das Gemüse braucht ungefähr 5 Minuten (wir wollen ja keinen Matsch) und die Würstchenscheiben müssen nur warm werden, können also ungefähr eine Minute vor Schluss rein.

Wenn dann alles gar ist, ab in ein Schüsselchen damit und noch eine schöne dicke Scheibe Butterbrot dazu schmieren. Das Butterbrot werdet ihr spätestens dann brauchen, wenn ihr merkt, dass die Chiliklößchen einen ordentlichen Teil ihrer Schärfe an die Suppe abgegeben haben, und ihr die Geschmacksknospen in eurem Mund wieder etwas beruhigen wollt! :D

Guten Appetit!

Alles Liebe,
Clara