Category: Asiatisch


…wird auch dich noch überzeugen!

Klebreis (ob normal oder in der süßen Variante) ist mit Abstand der beste Reis der Welt. Ganz Thailand (und inzwischen auch meine Mutter) sind bereits meiner Meinung. Warum? Probiert’s aus und ihr werdet schon sehen. ;)

Die Zubereitung benötigt etwas Vorarbeit, hat jedoch einen ungemein großen Vorteil: Sie ist idiotensicher! Der Reis kann nämlich unmöglich verkochen! :)

Stellt gleich etwas mehr Reis her, als ihr denkt, dass ihr braucht. Die Reste lassen sich nämlich zu einem köstlichen Dessert verarbeiten!

„(Süßer) Klebreis“ / „(Sweet) Sticky Rice“

Der Klebreis (Menge praktisch egal) wird zunächst für 5-6 Stunden (oder über Nacht) in Wasser eingeweicht und dann etwas abgewaschen. Dann wird er in einen Dämpfeinsatz verfrachtet und für 25 Minuten über kochendes Wasser gehängt und gut zugedeckt. Dämpfeinsätze gibt es in allen Größen und Formen und Materialien. Welchen ihr benutzt ist relativ egal, solange Löcher vorhanden sind, diese aber klein genug sind, dass der Reis nicht durchfällt und ein Deckel vorhanden ist, der möglichst luftdicht abschliesst.

Die Thailänder nehmen hierfür üblicherweise Dämpfkörbe (siehe Foto), hierzulande gibt es (für die Deutschen Hygienefreaks) aber auch welche aus Metall.

Während den ersten 25 Minuten zwischenzeitlich 2-3 Mal umrühren. Die Dämpfzeit könnt ihr nach oben praktisch beliebig verlängern. Wenn der Reis gar ist, wird kein weiteres Wasser mehr aufgenommen: er bleibt lediglich warm!

Der Reis hat dann eine wunderbare Konzistenz: Er klebt zusammen, ist aber in keinster Weise schleimig, sondern fast schon etwas trocken und angenehm bissig. Vergleichbar mit al dente – Nudeln. Das macht ihn zur perfekten Beilage zu Currys (z.B. Hühnchencurry, grünem Gemüsecurry, Curry-Kokos-Suppe) aber auch zu jeglichem anderen asiatischen Essen, falls einem der 0815-Reis zu langweilig ist. Der Reis wird traditionell mit den Fingern gegessen. Man reisst kleine Stückchen ab, formt Bällchen daraus und dippt diese in die (im asiatischen Essen meist reichlich vorhandene) Sauce.

Wer den Reis als Süßspeise genießen möchte, kann daraus sowas wie die Thailändische Variante von Milchreis herstellen. Ihr mischt etwa 200 ml Kokosmilch mit 75 g Palm- oder Kokoszucker (die Mengen gelten pro 500 g Klebreis (Trockengewicht)). Sollte sich der Zucker nicht ganz lösen, erwärmt die Mischung auf dem Herd, oder kocht sie kurz auf (das verstärkt das Karamellaroma). Nun über den im Idealfall noch warmen Reis gießen und ordentlich durchrühren. Gegebenenfalls (wenn es nicht cremig genug schmeckt) noch etwas Kokosmilch dazugeben.

Nun anrichten mit frischen Obst (in Thailand gibt es dazu meist Mango) und etwas Kokosnuss…

Klebreis lässt sich ausserdem bestens in größeren Mengen für Buffets und Partys herstellen, als erfrischende Abwechslung zum obligatorischen Kuchen, Tiramisu oder (Wackel)-Pudding…

Viel Spass beim Ausprobieren und eine wunderschöne Woche!

Alles Liebe,

Clara

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…so ein Curry! Und gelegentlich auch ziemlich grün! ;)

Die ersten 10 Tage in Thailand habe ich mich ausschliesslich auf der essenden Seite betätigt. Das war auch gut und lecker, aber irgendwann dachte ich mir, es wird mal Zeit auch zu lernen, wie man die ganzen tollen Sachen selbst zubereitet!

Der Kochkurs in der „Blue Lagoon Cooking School“ auf Ko Chang hat mir riesigen Spass bereitet. Mindestens genauso viel Spass macht es mir aber natürlich, euch die leckeren Rezepte jetzt weitergeben zu können! :)

„Grünes Hühnchencurry“

Für etwa 3-4 Portionen benötigt ihr:

400 Gramm Hühnchenfleisch (in Streifen geschnitten)

Gemüse bis zum Abwinken. Hierfür empfehlen sich Auberginen (auf dem Bild oben seht ihr eine Auswahl davon, wieviele Sorten Auberginen es eigentlich gibt, neben den langweiligen lilanen, die bei uns immer im Supermarkt liegen…), Kürbis, Bambussprossen, Broccoli, Blumenkohl… alles in Bissgröße gewürfelt!

2-3 Dosen Kokosmilch (je nachdem ob ihr das Curry eher suppenmäßig löffeln wollt, oder in einer Schale mit Reis servieren)

Und zuletzt noch eine ganze Menge Gewürze…

je nach Schärfetoleranz eurer Zunge 1-3 Esslöffel grüne Currypaste (irgendwann erklär ich auch nochmal wie man das grüne Gold selbst zubereiten kann)

2 Kaffirlimettenblätter

eine Hand voll gehackten Basilikum

2-3 Chillis (in Streifen geschnitten)

2 Teelöffel Kokos- oder Palmzucker (zur Not auch normaler)

2-3 Teelöffel Fischsauce

Die Kokosmilch wird zunächst bei mittlerer Hitze zum Kochen gebracht. Dann wird die Currypaste hinzugefügt und so lange verrührt, bis sich alles vermengt hat und keine Stückchen mehr zu sehen sind. Nun werden die grob zerrupften Kaffirlimettenblätter hinzugefügt und das Hühnchenfleisch.

Etwa ein Minütchen köcheln lassen und dann das ganze Gemüse (auch die Chillies) hinzufügen und auf kleiner Flamme köcheln lassen bis das Fleisch durch und zart ist. Je nach Größe der Streifen dauert das etwa 6-8 Minuten. Das Gemüse darf ruhig noch ein wenig bissig sein. Nun werden zuletzt noch Fischsauce und Zucker hinzugefügt. Alles nochmal aufkochen und dann vor dem Servieren die Kaffirlimettenblätter und die Chillies rausfischen.

Dazu serviert wird gedämpfter Jasminreis oder Klebreis. Wie man Klebreis richtig zubereitet erkläre ich euch auch ein anderes Mal! ;)

Viel Spass beim Ausprobieren und ein wunderschönes Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

Es krabbelt…

…zum Glück nicht mehr! Dafür ist es (teils) knusprig und gut gewürzt!

In 3 Wochen Thailandurlaub, probiert man ja so einige leckere Dinge. Ich dachte mir, ich beginne mal mit dem (optisch) ekligen und steigere mich dann zu höheren Genüssen… ;)

Den Anfang macht ein harmloses kleines Omelette…

…harmlos? Naja nicht ganz… diese kleinen Knubbelchen da drin sind nicht etwa Reis, oder Gewürze, sondern…

…Bieneneier!

Ich muss zugeben, hier war es mehr die Vorstellung die irritiert hat. Man hat die Dinger nichtmal rausgeschmeckt…

Schon viel eher geschmeckt hat man folgende „Köstlichkeit“:

Seht ihr’s? Seht’s ihr’s auch? Die Knubbelchen und die Fühlerchen? ;) Ganz recht, das sind…

…ach, kann man ja garnicht lesen… Ameisen und Ameiseneier! Ich nehme an das „Aussenrum“ war wieder Omelette. Hoffe ich zumindest… O_o

Die Ameisen selbst hat man kaum geschmeckt, die Eier dagegen waren sehr deutlich zu „spüren“. Die zerplatzten nämlich beim Draufbeissen und dann lief da flüssiges Zeugs raus. Leicht ekliges Gefühl auf der Zunge. Lecker war’s trotzdem! ;D

Optisch schon viel eindeutiger waren die kleinen Vertreter hier:

Ok, ich geb’s ja zu… etwas eklig sieht es schon aus… aber wenn man den ersten Ekel mal überwunden hat…

…dann, ja dann schmecken die Teile lustigerweise wie Erdnussflipps! Ich hab tatsächlich die komplette Schale aufgefuttert!

Letztes Schmankerl auf der Liste hat ähnlich geschmeckt, hatte nur eine etwas andere Form…

Ähm… Raupen? Yummy? ^^

Hm… Yummy! Gut gewürzt und mit Sojasauce besprenkelt… Schmeckt besser als Chips und ist sicherlich gesünder!

So… mehr Insekten hab ich im Urlaub nicht (bewusst) verputzt! (Die ein oder andere eingeatmete Fliege nicht mitgezählt) Beim nächsten Mal gibt es appetitlichere Dinge zu sehen und auch wieder ein Rezept dazu… Versprochen!

Ich wünsche ein angenehmes Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

Und weiter geht es, erneut, mit einem Asiatischen Rezept. Diesmal allerdings einem kalten! Ich hab zwar vor zwei Tagen erst was eingestellt, aber ich dachte mir, nachdem ich euch monatelang wegen der Uni so vernachlässigt habe, stört das sicher niemanden… ;)

Für die Vietnamesischen Sommerrollen benötigt ihr (pro Person):

5 Blatt Reispapier

30 g Glasnudeln

ein Beutelchen Sprossen aus dem Asiamarkt (ca 250-300g)

1 XL-Karotte

1/2 Gurke

3-4 Zweige frischen Koriander

Die Karotte wird mit dem Sparschäler bearbeitet und danach mit einem Julienneschäler in ganz feine Streifen geschnitten, bevor sie zusammen mit den Sprossen für 2 Minuten in kochendem Wasser blanchiert werden.

Die Glasnudeln werden nach Packungsanleitung zubereitet. Zumeist bedeutet dies einfach, dass ihr sie mit kochendem Wasser übergießt und dann für 3 Minuten darin einweichen lasst.

Zuletzt schält ihr die Gurke und schneidet auch diese mit dem Julienneschäler in dünne Streifen und hackt den Koriander (1 Zweig übrig lassen für die Deko!). Inzwischen ist es sicher Zeit das Gemüse und die Glasnudeln aus dem Wasser zu holen. Einfach zusammen in ein großes Sieb verfrachten und abtropfen lassen, während ihr euch daran macht, das Dressing zuzubereiten.

Hierfür vermengt ihr:

2 EL Sojasauce

2 EL Reisessig

1 TL Sesamöl

eine Prise Salz

1 TL Zucker

Das Dressing vermengt ihr in einer großen Schüssel ordentlich mit der Gemüse-Salat-Nudel-Mischung (Naschen erlaubt, es ist grundsätzlich IMMER zu viel Füllung da!) und lasst diese etwa 10-15 Minuten etwas „ziehen“.

Die Zeit lässt sich wunderbar dafür verwenden, das Schlachtfeld, was ihr einst als Küche bezeichnen konntet, wieder in selbige zu verwandeln.

Nun schafft ihr euch eine saubere, freie Fläche zum Einrollen.

Nun wird’s etwas tricky!

Ihr nehmt ein einzelnes Reispapier und lasst 3 Sekunden (nicht länger!) kaltes Wasser darüberlaufen. Etwas abschütteln und auf die Arbeitsfläche legen. Das Reispapier ist jetzt noch etwas fest, aber keine Sorge: Das gehört so!

Ihr nehmt einen ordentlichen Schwung Füllung und drapiert ihn etwa so auf das Reispapier:

Nun klappt ihr die untere Ecke hoch (inzwischen ist das Reispapier schon weich genug dafür) und zieht das Reispapier um die Füllung fest, bevor ihr die Ecken einklappt.

Wenn ihr nun genau wie auf dem Bild zu sehen, ein paar Korianderblättchen auf das Reispapier legt, gibt dies nach dem fertig Einrollen einen wunderschönen „Durchsichtig-Effekt“…

Nun nur noch die Rolle einmal schräg durchschneiden. Bevor ihr die frisch geputzte Küche wieder einsaut, ein kleiner Tipp: KEIN gezahntes Messer dafür benutzen. Das Reispapier klebt wie Sch****e und die Füllung fliegt durch die halbe Küche. Am besten ein großes, schweres und sehr scharfes Messer nehmen und wie beim Kräuterhacken einmal herzhaft und mit viel Schmackes auf das Röllchen hauen.

Zum Dippen habt ihr die freie Auswahl:

Süße Pflaumensauce, Süß-Saure Sauce, Sojasauce, Chilisauce oder (wie in meinem Fall) die allseits bekannte „Sweet Chilisauce for Chicken“… (die übrigens im Asialaden nur einige Cent kostet, im Gegensatz zu den überteuerten Flaschen aus dem Supermarktregal…)

Lecker war’s!

Ich wünsche euch wie immer viel Spass beim Ausprobieren und einen wundervollen Start in’s Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

So langsam wird das Wetter draussen wieder etwas milder und der Blick auf den Kalender droht bereits in 4 Monaten mit dem Sommeranfang. Höchste Zeit, mit den bereits vergessenen Neujahrsvorsätzen und der Feinarbeit an der Bikinifigur zu beginnen.

In diesem Sinne heute etwas sehr gesundes mit viel Gemüse aus Fernost!

An Gemüse benötigt ihr Blumenkohl (al dente vorgaren), Chinakohl und PakChoi.

Dazu ein Bündel Koriander, ein kleines Stück Ingwer, eine grüne Chilischote, grüne Currypaste, Limettensaft, Tamarindenpaste und Kokosmilch.

Zunächst werden Ingwer und Chili in Scheiben geschnitten und in etwas Öl ca 1-2 Minuten ausgebraten.

Die Ingwerscheibchen fischt ihr danach wieder raus, das ganze Aroma davon ist ohnehin ins Öl übergegangen.

Nun sämtliches Gemüse in den Wok geben und 4-5 Minuten bei starker Hitze rühren.

Nun vermischt ihr eine halbe Dose Kokosmilch mit einem Teelöffel grüner Currypaste, einem Teelöffel Limettensaft und einer Messerspitze Tamarindenpaste. Diese Mischung gebt ihr über das Gemüse und fügt den grob gehackten Koriander hinzu. Ein Minütchen köcheln lassen und die Kokosmilch, falls sie noch zu flüssig ist, mit etwas Stärke andicken.

Nun nur noch nach Gusto mit etwas Salz und gegebenenfalls ein paar Tropfen Sesamöl abschmecken.

Wer möchte, kann nun noch ein paar frische Korianderblätter dazugeben. Als Beilage, falls unbedingt Wert darauf gelegt wird, es schmeckt auch hervorragend ohne, eignen sich entweder ganz klassisch Reis oder ein paar Reiskekse. Bitte nicht die Pappe, die hier im Bioladen zu kaufen ist, sondern die „echten“ Reiskekse, aus dem Asia-Markt…

Und nun schnell schmecken lassen, solange das Curry noch schön heiss ist!

Viel Spass beim Ausprobieren und eine wundervolle Woche!

Alles Liebe,

Clara

…weil ich so lange nichts geschrieben hab, aber ich bin zur Zeit dezent mit Uni-Literatur ausgelastet.

Solltet ihr doch sauer sein, schnappt euch ein wenig Zucker, lasst eure Launen an etwas Gemüse aus und schmeisst das ganze in den Wok. Und fertig ist euer:

„Süß-Saures Wokgemüse“

An Gemüse und Obst könnt ihr praktisch alles nehmen was rot oder orange ist.

Paprika, Karotten, Papaya, Ananas, Tomaten, Pfirsiche, etc… und natürlich ein paar Zwiebeln!

Einfach zusehen, dass ihr etwa zwei bis drei Teile Gemüse auf einen Teil Obst habt.

Alles in Scheibchen oder Streifen schneiden, die Zwiebeln zuerst in etwas Öl glasig braten und dann den Rest des Gemüses hinzu. 3-4 Minuten im Wok rühren, mit etwas Salz und Pfeffer würzen und dann mit 1/2 Dose gewürfelten Tomaten ablöschen. Wenn ihr Dosenobst genommen habt, fügt ihr nun 2-3 Esslöffel des Safts hiervon hinzu, andernfalls 2 Teelöffel Zucker. Nun noch 2-3 Teelöffel Reisessig und ein paar Spritzer Sojasauce hinzugeben. Das ganze 1-2 Minuten köcheln lassen und dann eine Hand voll Woknudeln reinschmeissen. Deckel drauf und bei niedriger Hitze ziehen lassen, bis die  Nudeln durch sind. Das dauert meist 3-4 Minuten. Nicht zu lange warten, sonst habt ihr Matsch! ;)

Und nun Stäbchen (oder Gabel) schnappen und schmecken lassen! :)

Viel Spass beim Nachkochen und ein angenehmes Wochenende!

Alles Liebe,

Clara

…ist wunderbar zum Knochen aufwärmen, wenn man vom nass-kalten Wetter (das die nächsten Tage ja leider kommen soll) nach Hause kommt.

Und fix gemacht ist sie auch noch!

Ihr gebt ganz einfach

– eine Dose Kokosmilch in einen Topf und füllt dann mit der

– selben Menge Gemüsebrühe auf. Gewürzt wird diese Mischung nun mit

– einem Teelöffel roter Currypaste (bei schärfe-resistenten Geschmacksknospen auch gerne mehr),

– einem halben Teelöffel Tamarindenpaste (wer die nicht hat, nimmt etwas mehr Limettensaft),

– einem Spritzer Limettensaft,

– einer Prise Zucker und etwas

– Salz und Pfeffer.

Kurz abschmecken und dann ist die Basis auch schon fertig.

An Gemüse fügt ihr nun

– eine Hand voll Bohnen, geputzt und etwas kleingeschnitten,

– ein paar Karotten, geschält und in Scheibchen geschnitten und

– eine Paprika, geputzt und in Streifen geschnitten, hinzu. Pilz-Fans können auch noch

– ein paar geviertelte Champignons mit hinein geben!

Nun das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen und fertig.

Wer möchte, kann die Suppe natürlich noch mit einem kleingewürfelten Fischfilet oder ein paar Hähnchenstreifen verfeinern (die Kochzeit dann natürlich entsprechend verlängern). Sie schmeckt aber auch in der vegetarischen Variante hervorragend!

Viel Spass beim Ausprobieren und eine angenehme Rest-Woche!

Alles Liebe,

Clara

… oder auch „Wie ich die bösen Keime in meinem Salat töte“.

Nach dem ganzen EHEC-Hype der letzten Tage, bin ich als leidenschaftlicher Salatesser natürlich etwas gefrustet. Wer auf die Vitamine jedoch nicht ganz verzichten möchte, dem sei hiermit eine Ersatzverwendung für den Salat gegeben, die sich übrigens auch hervorragend für die Verwendung von schlapp-gewordenem Salat und auch für Salatgurken eignet:

Da Salat(gurken) nur noch durchgegart verwendet werden sollte(n), hab ich mir gedacht: Warum nicht einfach in den Wok schmeissen? So gigantisch ist der Struktur-Unterschied zu Chinakohl bzw. PakChoi auch nicht und dass man Gurken auch lecker kochen bzw. braten kann, weiss der Mensch spätestens seit der Erfindung der Schmorgurke!

Chop Suey

Zutaten für eine Person:

1 Paprika in feinen Streifen

2 Karotten in dünnen Scheiben

1/2 Salatgurke, entkernt und in 1/2 cm dicken Scheiben

2-3 ordentliche Hände voll kleingerupftem Blattsalat

60 g Reisnudeln, nach Packungsanleitung vorgegart

1-2 EL Sojasauce, 1 TL Fischsauce, 1/2-1 EL Reisessig, etwas Gemüsebrühe

Zunächst Paprika und Karotten scharf anbraten. Sobald die Karotten anfangen weich zu werden, mit etwas Gemüsebrühe ablöschen und die Gurken dazugeben. Nun Sojasauce, Fischsauce und Reisessig hinzufügen und etwa 3-4 Minuten auf kleiner Flamme schmurgeln lassen. Als Letztes den Salat hinzu und nochmal 1-2 Minuten unter Rühren weitergaren. Alles mit den Nudeln vermengen, eventuell mit ein paar Spritzern Sesamöl verfeinern und fertig!

Kein Grund also Salat oder Gurken wegzuschmeissen oder zu meiden! :)

Viel Spass beim Nachkochen und einen wunderschönen Start in eine sonnige Woche!

Alles Liebe,

Clara

>…habt ihr mit ziemlicher Sicherheit schonmal gegessen.
Sie ist auf fast jedem Buffet in Asia-Restaurants zu finden und besser bekannt unter der Bezeichnung „Schleimsuppe“. Das mag jetzt etwas abschreckend klingen, aber keine Sorge: Ich hab die Schleim-Komponente in meinem Rezept weggelassen und die Suppe schmeckt sehr sehr lecker. ;)

Sauer-Scharfe-Suppe

Die Mengenangaben genügen für 2 große Portionen oder 3-4 Vorspeisen.

Für den Grundstock mischt ihr zunächst in einem großen Topf folgende Zutaten:

1 Liter Wasser
1 Tl Miso-Suppe
je 1 Messerspitze gemahlenen Ingwer und Zitronengras
1/2 – 1 Tl Chiliflocken oder -pulver
2 Tl Salz
2 Tl Sojasauce
2 Tl Reisessig

Den Topf stellt ihr bei mittlerer Hitze auf den Herd.

Als Nächstes wird das Gemüse vorbereitet.

2 volle Hände Sojasprossen (etwa 200 Gramm)
1 kleine Spitzpaprika
2 mittelgroße Möhren
1/2 Kopf Blumenkohl (etwa 200 Gramm)

Blumenkohl, Paprika und Sojasprossen werden gewaschen. Die Sojasprossen legt ihr in einem extra Topf zur Seite. Die Paprika wird geputzt und in schmale Streifen geschnitten. Die Karotten werden geschält und mit einem meiner Lieblingsküchengeräte (Julienneschneider) zerlegt. Vom Blumenkohl schneidet ihr möglichst kleine Röschen ab, der Stiel wird ausnahmsweise mal nicht verwendet. Ihr könnt ihn einfach in grobe Stücke zerhackt einfrieren und beim nächsten Gemüsebrühekochen verwenden.

Nun wandern Karotten, Paprika und Blumenkohl in die mittlerweile hoffentlich kochende Brühe.

Das Gemüse lasst ihr nun etwa 10 Minuten leicht köcheln, bevor ihr sowohl die Sojasprossen, als auch eine Hand voll Glasnudeln (etwa 50 Gramm) hinzufügt.

Während die Suppe auf kleiner Hitze weiterköchelt, schlagt ihr ein Ei in einer kleinen Schüssel auf und verkleppert es mit einem Teelöffel voll Sojasauce.

Nun schiebt ihr den Suppeninhalt im Topf ein wenig bei Seite und gießt, unter stetigem Rühren, am Besten mit einer Gabel, die Ei-Sojasaucen-Mischung langsam hinein. Dabei bilden sich kleine Eierflöckchen. Das kleine weisse Futzelzeugs was da so am Rand rumschwimmt… :D

Im Original würde man nun noch einen gestrichenen Esslöffel Stärke in etwas Wasser auflösen und dann unter die Suppe rühren und das Ganze aufkochen. Das gibt ein sehr schleimiges Endergebnis und ist nicht jedermanns Sache. Ich vermute ja, das wird in den Restaurants nur gemacht, damit die Leute schon von der Suppe satt sind und nicht so viel vom Buffet essen. ;) Ich empfehle auf jeden Fall den Schleim wegzulassen…

Nun noch eine Minute köcheln lassen, damit das Ei sicher durchstockt, auf Teller geben, bei Bedarf verzieren und dann verputzen. :)

Viel Spass beim Nachkochen und ein angenehmes (baldiges) Wochenende!

Alles Liebe,
Clara

>…die verbliebene Ernte zu verbrauchen, wenn man nicht gerade sein komplettes Eisfach bis zum nächsten Winter mit Kürbis blockieren möchte… ;)

Und so wundervoll einfach herzustellen!

Kürbischutney

Zunächst eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein würfeln und in einem Teelöffel Öl glasig anschwitzen. Während die Zwiebel fröhlich vor sich hinbrutzelt, 500 g Kürbisfleisch würfeln und mit 300 ml Wasser bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Der Kürbis köchelt da so etwa 15 bis 20 Minuten vor sich hin, je nach Würfelgröße, bis er gut durch ist. Nun fügt ihr 200 ml Essig, 40 g Zucker, einen Teelöffel Vanillezucker und einen Esslöffel Mandelblätter hinzu.

Nun folgt eine beachtliche Menge an Gewürzen:
1 Tl Salz, 1 Tl Chiliflocken (kann durch eine fein gewürfelte frische Schote ersetzt werden), 1/2 Tl Cayennepfeffer, 1/2 Tl, Zimt, 1/2 Tl frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 1/2 Tl Rauchsalz, 1/2 Tl Paprikapulver, 1/2 Tl frisch geriebene Muskatnuss, 1/2 Tl getrockneter Koriander, 1/4 Tl getrockneter Estragon, 1/4 Tl gemahlener Ingwer, 1/4 Tl Curcuma

Wenn ihr die Gewürzliste erfolgreich abgearbeitet habt, lasst ihr die Mischung noch 5 Minütchen ordentlich kochen, damit sich alle Gewürze gut entfalten können. Danach füllt ihr alles in Einmachgläschen, schraubt diese gut zu und stellt sie für 5 Minuten auf den Kopf. Danach wieder umdrehen und abkühlen lassen. Wenn es „plop“ macht und der Deckel sich nach innen zieht, hat sich ein Vakuum gebildet und das Chutney sollte (vorausgesetzt ihr habt die Gläser ordentlich ausgekocht) im Kühlschrank etwa 3 Monate haltbar sein.

Mein Glas hat ganze drei Tage überlebt, dann war es alle. :D

Die Fotos gibt’s übrigens mit freundlicher Unterstützung von „Hotel Mama“, falls ihr euch über die Hähnchenschenkel wundern solltet… ;)

…zu denen das Chutney wohl auch ganz gut schmecken soll, genauso wie zu Seefisch. Meins habe ich teils zu einer leckeren Reispfanne verputzt und zum anderen für eine Portion süß-saures Wokgemüse verwendet. Ich mache nächste Woche auf jeden Fall eine neue Ladung…

Ja, wir haben immernoch Kürbis übrig… :D

Viel Spass beim Nachkochen und ein wundervolles Rest-Wochenende!

Alles Liebe,
Clara